Wir hatten das Vergnügen, mit Marjorie Soria, der Gründerin von Bareaya, zu sprechen. Bareaya ist eine Marke für Zero-Waste-Produkte, deren Ziel es ist, jedem den Umstieg auf einen nachhaltigeren Lebensstil zu erleichtern. Angefangen hat alles mit der Entwicklung des perfekten Sicherheitsrasierers – heute findet man dort alles, was man braucht, und das in geringerer Menge!

Was genau machen Sie bei Bareaya, und was hat Sie dazu inspiriert, dieses Unternehmen zu gründen?

Ich bin die Gründerin von Bareaya, einer Zero-Waste-Marke aus Frankreich, die 2018 gegründet wurde. Mein Ziel war es, ein Unternehmen zu gründen, das etwas bewegt und Menschen zu einem nachhaltigeren Lebensstil verhilft. Zero Waste ist meine Leidenschaft, und ich wollte ein minimalistisches und plastikfreies Leben fördern. Damals waren Rasierhobel noch nicht sehr beliebt. Alle Modelle wirkten altmodisch und abschreckend und richteten sich an Menschen (hauptsächlich Männer), die die traditionelle Rasur bevorzugten. Doch für alle, die sich rasieren – Männer wie Frauen – sind Rasierhobel auch eine tolle, abfallarme Alternative. Ich wollte dem Zero-Waste-Markt einen moderneren, eleganteren und unisex Rasierer anbieten. Unser roségoldener Rasierhobel war unser erstes Produkt und ist bis heute unser Bestseller, gefolgt vom anthrazitfarbenen Rasierhobel.


Was hast du vor Antritt dieser Reise gemacht?

Ich arbeitete in der Gastronomie und unterstützte Köche bei der Beschaffung ihrer Zutaten. Da es sich dabei hauptsächlich um Meeresfrüchte handelte und ich mich zunehmend pflanzlich ernährte, entsprach das nicht mehr meinen Werten. Außerdem war ich berufstätig, und die Selbstständigkeit wurde für mich immer wichtiger, da ich meinen Kindern gegenüber flexibler sein wollte.

Haben Sie Tipps für Menschen, die auf einen nachhaltigeren Lebensstil umsteigen möchten?

Geh es langsam an, Schritt für Schritt. Am Anfang ist es, als würde sich dir eine völlig neue Welt eröffnen. Plötzlich siehst du überall Plastik und Müll. Das kann einen schon mal überfordern. Eine ganz normale Reaktion ist, alles loszuwerden und so schnell wie möglich alles im Haus umzustellen. Man fängt auch an, alles zu hinterfragen: Wo wird es hergestellt? Wie wird es hergestellt? Woraus besteht es? Es ist eine Menge Information. Ich rate immer dazu, eine Sache nach der anderen zu ändern. Jedes Mal, wenn du zum Mülleimer greifst, notiere dir den Müll und suche nach einer nachhaltigeren oder müllfreien Alternative. So schaffst du es nach und nach, viele Gewohnheiten zu ändern. Sei dabei auch nachsichtig mit dir selbst. Perfektion gibt es nicht. Setze deine Prioritäten und überlege, was du und/oder deine Familie braucht. Für manche ist es plastikfrei, für andere Bio oder regional. Manchmal geht nicht beides, und das ist völlig in Ordnung.


Wie war es, Bareaya während der Pandemie zu leiten?


Es war ziemlich hektisch, um es gelinde auszudrücken! Die Logistik war eine echte Herausforderung, da alle Routen unterbrochen waren. Wir hatten mit Lagerbeständen und der Lieferkette zu kämpfen. Aber wir sind sehr dankbar, dass es Bareaya gut ergangen ist. Ich denke, viele Menschen haben ihre freie Zeit genutzt, um ihren Lebensstil zu hinterfragen und ihr Zuhause, ihre Gesundheit und ihre Gewohnheiten zu verbessern. Sie hatten mehr Zeit, nach Alternativen zu suchen, und wir freuen uns, wenn wir ihnen dabei helfen konnten!


Sie haben mit Rasierern angefangen und bieten mittlerweile eine ganze Produktpalette an. Was bringt die Zukunft für Sie?


Bareaya ist längst keine reine Rasiererboutique mehr. Wir haben uns zu einer Lifestyle-Marke mit einem breiteren Produktsortiment entwickelt. Viele neue Produkte sind bereits in Planung! Wir erweitern unser Angebot stetig, um ein Komplettanbieter zu werden und es jedem zu erleichtern, die gewünschten Alternativen zu finden. Wir setzen weiterhin auf plastikfreie und vegane Produkte und werden dies auch in Zukunft tun. Unsere Priorität ist es nun, unsere Produktion so weit wie möglich nach Frankreich oder in andere europäische Länder zu verlagern, damit unsere Produkte so wenig Transportwege wie möglich zurücklegen müssen.

Text von Mara Bande

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