Lernen Sie Kasper kennen, CEO und Mitgründer von Tree®, einer wegweisenden, Blockchain-basierten Plattform für digitale Produktpässe (DPPs) der nächsten Generation, die weit über die reine Einhaltung von Vorschriften hinausgehen. Dank ihrer umfassenden Erfahrung mit EU-Politik unterstützt Tree® Marken dabei, die kommende EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) mit skalierbaren und verifizierten Transparenzlösungen zu erfüllen.
Im Mai 2025 feierte Tree® sein Debüt auf der Fashion in Helsinki und startete eine fünfjährige Partnerschaft mit ASK Scandinavia – ein wichtiger Meilenstein im gemeinsamen Engagement für Transparenz, Materialkunde und Produktgeschichte. Mit der Einführung von Produkten wie der Nova Tote, die auf der DPP-Technologie von Tree® basiert , gehörte ASK zu den ersten nordischen Marken, die DPPs in ihre gesamte Produktpalette integrierten. Dies ist kein Pilotprojekt – es ist ein neuer Standard.
In diesem Interview beleuchten wir, wie die Vision von Tree® in Verbindung mit ASKs Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit die Zukunft der Modebranche prägt. Kasper gibt Einblicke in die Entwicklung von DPPs, die Bedeutung geprüfter Transparenz und wie Materialien der nächsten Generation echten Wandel in der Branche bewirken können.

Was hat Sie zur Entwicklung von Tree® bewogen und wie hat Ihre Arbeit im Bereich der EU-Politik dazu beigetragen, die Fähigkeit der Plattform zu prägen, Marken bei der Vorbereitung auf die DPP-Gesetzgebung zu unterstützen?
Unsere Zusammenarbeit mit Tree® begann vor etwa fünf Jahren, als Rasmus (mein Mitgründer) und ich STRGL gründeten – ein Unternehmen, das ich heute als Forschungs- und Entwicklungsplattform bezeichnen würde und das uns in den Bereich der Datenökonomie führte. Gemeinsam mit nordischen Institutionen befassten wir uns mit den durch die EU-Regulierung angestoßenen Themen der digitalen Identitäten für Unternehmen und Produkte – aus der Perspektive der Blockchain-Technologie.
Kurz gesagt, konzentrierte sich unsere Forschung mit DPPs auf drei verschiedene Komponenten: eine unveränderliche (und dezentrale) Datenbank, ein standardisiertes Datenmodell und eine ansprechende Benutzererfahrung. Die ersten beiden Komponenten sind regulatorischer Natur, die dritte verbraucherorientiert.

Tree® wurde im Mai 2025 auf der Fashion in Helsinki vorgestellt und startete eine fünfjährige Partnerschaft mit ASK. Warum haben Sie sich von Anfang an für eine langfristige Zusammenarbeit entschieden und welches Signal erhoffen Sie sich davon für die Branche?
Tree® hat sich zum Ziel gesetzt, die Wertschöpfung von Unternehmen durch Transparenz grundlegend zu verändern. Dafür ist es unerlässlich, dass unsere Markenpartner Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil ihrer DNA verankern.
ASK Scandinavia ist eine Marke, die in einer völlig neuen Ära der Nachhaltigkeit entstanden ist. Ihr verantwortungsvolles Engagement für die innovativsten Materialien macht sie zum idealen Partner im Hinblick auf die Einführung neuer Ökodesign-Richtlinien. In dieser Phase des Wandels wird viel passieren, doch die branchenerfahrenen Partner sichern Tree® eine starke Position für den Erfolg.
Viele DPP-Plattformen beschränken sich auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Tree® bietet mehr: verifiziertes Storytelling von Inhalten und Transparenz von Inhalten der nächsten Generation. Warum ist diese zusätzliche Tiefe für Marken heute so wichtig?
So wichtig uns die Daten selbst auch sind, die Erfassung und Dokumentation ist nur die erste Hälfte der Arbeit. Der Rest besteht darin, sie sinnvoll zu nutzen. Unsere Designprinzipien basieren auf einem preisgekrönten Service-Design-Ansatz, und wir nähern uns dem Thema Datenverarbeitungsprogramme aus der Perspektive des Endverbrauchers.
Digitale Transparenz erfüllt ihr Versprechen nur dann, wenn die Kommunikation den geltenden UX-Standards entspricht.
Das Nova Tote DPP hebt alles hervor, von FSC-zertifizierten SPINNOVA®-Fasern bis hin zu Farbstoffen auf Kaffeesatzbasis. Welche Rolle spielen DPPs Ihrer Meinung nach bei der beschleunigten Einführung und Sichtbarkeit von besseren Materialien der nächsten Generation?
Einfach ausgedrückt: Nachhaltige Produkte sind wesentlich schwieriger und teurer herzustellen als nicht nachhaltige.
Materialinnovationsunternehmen wie Spinnova unternehmen große Anstrengungen, ihre Markenbotschaft zu kommunizieren – doch ohne eine enge Zusammenarbeit mit Marken geht diese Information verloren. Tree® hat sich zum Ziel gesetzt, Instrumente zur Wertschöpfung in Partnerschaften zwischen Lieferanten und Marken zu entwickeln.
ASK führt DPPs als neuen Standard ein, nicht als Pilotprojekt. In einem Umfeld, in dem viele Marken noch experimentieren, welche Vorteile bietet die vollständige Implementierung und warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?
Diese Transformationsphase – angestoßen von Konsumenten und Behörden – bietet Unternehmen ein ideales Umfeld, um Best Practices für ihre zukünftigen Kollektionen zu erproben. Die meisten unserer Kunden, wie auch ASK, haben sich der Nachhaltigkeit bedingungslos verschrieben.
In einer Zeit, in der verantwortungsvolles Handeln zu den grundlegenden Erwartungen der Verbraucher gehört, liegt der Unterschied im Detail. Volle Transparenz schafft ein neues Maß an Vertrauen und verbessert die Kundenbeziehungen insgesamt. Garantiert.
Mit Blick auf die Zukunft: Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung des Verhältnisses zwischen Regulierung, Technologie und Design, und welche Rolle wird Tree® dabei spielen, Marken dabei zu unterstützen, die Führung zu übernehmen, anstatt nur zu reagieren?
Bislang konzentrierte sich die Diskussion um diese Themen vor allem auf die Regulierung. Angesichts der zunehmenden Investitionen der Industrie in Zeit und Kapital freue ich mich umso mehr darauf, zu sehen, wie sich marktorientierte Innovationen zu einem echten Mehrwert für alle Beteiligten entwickeln.
Letztendlich braucht die Branche Wege, um nachhaltigen Wert zu schaffen, der weit über die bloße Einhaltung von Vorschriften hinausgeht. Darauf kommt es wirklich an.
Mit dieser bahnbrechenden Partnerschaft zwischen Tree® und ASK folgen sie nicht einfach nur einem Trend, sondern setzen ein leuchtendes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Transparenz, Innovation und Storytelling in der Modebranche zusammenkommen. Diese Zusammenarbeit beweist, dass es in der Zukunft der Mode nicht nur um gutes Aussehen geht, sondern darum, Gutes zu bewirken – mit echter Wirkung, die in jedem Schritt nachweisbar ist.
